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Kakao-Zeremonie: Herzöffnung, Nervensystem & die Kraft von zeremoniellem Kakao

  • vor 4 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Kakao-Zeremonie: Muss ich danach singend im Kreis tanzen? ☕️😂


Ich gebe es zu: Als ich das erste Mal von einer Kakao-Zeremonie gehört habe, hatte auch ich sofort so ein bestimmtes Bild im Kopf. Menschen sitzen im Kreis, irgendwo wird eine Schale Kakao herumgereicht, alle sind wahnsinnig beseelt und spätestens fünf Minuten später wird gemeinsam mit Mutter Erde kommuniziert. 😂


Ganz so war es dann natürlich nicht. Und genau deshalb wollte ich in meiner neuen Podcastfolge mit Lena von Naturkrafterwachen einmal genauer darüber sprechen, was bei einer Kakao-Zeremonie eigentlich wirklich passiert.


Lena arbeitet mit zeremoniellem Kakao und veranstaltet Zeremonien sowohl draussen im Wald als auch in geschützten Innenräumen. Und schon da wird klar: Es gibt nicht DIE eine Kakao-Zeremonie. Der Ort, die Menschen, das Thema und die Intention machen einen grossen Unterschied.


Wald oder lieber kuscheliger Raum?


Lena erzählt, dass der Wald für viele Menschen etwas unglaublich Erdendes hat. Die Natur, die Farben und die Atmosphäre helfen dabei, präsenter zu werden und das Nervensystem herunterzufahren. Gleichzeitig fühlen sich andere Menschen in einem geschlossenen Raum viel sicherer und geborgener. Genau diese Sicherheit kann wiederum helfen, sich zu öffnen und tiefer in die eigene Innenwelt einzutauchen.


Ich finde diesen Gedanken besonders schön, weil wir manchmal meinen, spirituelle Erfahrungen müssten auf eine ganz bestimmte Art aussehen. Am besten barfuss im Wald, umgeben von Bäumen und Vogelgezwitscher. 🌲😂 Dabei geht es vielmehr darum, wo DU dich wohl und sicher fühlst. Denn wenn dein System innerlich noch auf Alarm steht, wird es schwierig, wirklich loszulassen.


Und was macht man bei einer Kakao-Zeremonie?


Nein, du bekommst nicht einfach am Eingang deinen Kakao und dann heisst es: „So. Herz auf. Los gehts.“ 😂


Eine Zeremonie beginnt meistens mit dem bewussten Ankommen. Das können Atemübungen sein, ein Moment der Ruhe oder eine Verbindung zum eigenen Körper. Lena beschreibt es im Gespräch als eine Art Vorbereitung des „Körpertempels“. Erst danach wird der Kakao gemeinsam getrunken.


Aus diesem Raum heraus kann dann ganz Unterschiedliches entstehen: Meditationen, Musik, Singen, Düfte, Partnerübungen oder bestimmte Themen wie Selbstliebe und Verbindung. Es gibt also einen Rahmen, aber innerhalb dieses Rahmens darf jede Zeremonie sehr individuell sein.


Vom Kopf wieder mehr ins Herz


Das ist vermutlich einer meiner liebsten Punkte aus unserem Gespräch. Lena beschreibt ihre Arbeit mit Kakao immer wieder in Verbindung mit Herzöffnung.


Und bevor jetzt jemand denkt: „Kate, jetzt wirds aber doch esoterisch“ 😂 – schau einmal auf deinen Alltag. Wie oft bist du den ganzen Tag nur im Kopf? Was muss ich noch erledigen? Welche Mail wartet? Was passiert morgen? Habe ich an alles gedacht? Warum hat der Hund schon wieder irgendetwas gefressen?


Unser Kopf kann wirklich eine fantastische Dauersendung produzieren, komplett ohne Werbepause.


Genau deshalb finde ich den Gedanken so schön, bewusst Räume zu schaffen, in denen wir wieder mehr im Körper und im Fühlen ankommen. Lena beschreibt den Kakao für sich als gleichzeitig herzöffnend und erdend. Dadurch kann ein Raum entstehen, in dem Gefühle und innere Themen bewusster wahrgenommen werden.


Ist Kakao einfach Kaffee in spirituell?


Auch darüber haben wir natürlich gesprochen. ☕️ Lena erzählt, dass manche Menschen Kakao tatsächlich in ihren Alltag integrieren, wenn sie weniger Kaffee trinken möchten. Sie selbst erlebt die Energie dabei anders als bei Kaffee: nicht so hibbelig oder unruhig, sondern eher als Energie, die gleichzeitig entspannter wirkt.


Eine Tasse Kakao am Laptop ist deshalb aber noch lange keine Zeremonie. Und genau das finde ich spannend. Denn wir kennen diesen Unterschied auch aus vielen anderen Bereichen: Du kannst schnell eine Kerze anzünden, während du nebenbei dein Handy checkst. Oder du zündest sie ganz bewusst an, setzt dich für fünf Minuten hin und entscheidest: Diese Zeit gehört jetzt mir. Äusserlich fast dasselbe – innerlich ein völlig anderer Raum.


Muss das Zeug wirklich so bitter sein?


Jetzt kommen wir zur wirklich wichtigen Frage. 😂 Ich persönlich finde ja: Spiritualität darf durchaus lecker sein.


Lena glücklicherweise auch. Bei ihrer ersten Kakao-Zeremonie war der Kakao offenbar so bitter, dass es sie beinahe gewürgt hat. Es gibt zwar die Vorstellung, dass diese Bitterkeit symbolisch etwas mit den bitteren Seiten des Lebens zu tun haben darf. Lenas Meinung dazu war allerdings ziemlich eindeutig: Davon hatte sie schon genug. Es darf auch süss, sanft und liebevoll sein.


Sie arbeitet deshalb mit unterschiedlichen Kakaosorten. Manche sind eher sanft und lieblich, andere deutlich intensiver. Dazu kommen je nach Zeremonie Wasser oder Hafermilch und verschiedene Gewürze wie Vanille, Zimt, Rosenpulver, Muskatnuss oder Pfeffer.


Spätestens an diesem Punkt kommt laut Lena ihre „kleine Hexe“ heraus. 🧙‍♀️☕️ Sie verbindet die verschiedenen Zutaten ganz bewusst mit Intentionen wie Herzöffnung, Kreativität oder Ruhe.


„Ach, diese Kakaotanten …“


Natürlich sprechen wir in der Folge auch über die Vorurteile. Denn Energiearbeit plus Kakao plus Zeremonie ist für manche Menschen schon die volle Hokus-Pokus-Packung. 😂


Lena kann diese Skepsis sogar nachvollziehen, weil sie selbst früher bei manchen spirituellen Themen ähnlich reagiert hat. Und genau das finde ich sympathisch. Du musst nicht vorher alles glauben, du musst nicht alles fühlen und du musst auch nicht genau wissen, was da gerade energetisch passiert.


Du darfst einfach neugierig sein.


Die Kraft einer Gruppe


Ein Punkt aus unserem Gespräch ist mir besonders bekannt: Gruppenenergie.


Lena erzählt, dass sie Kakao manchmal alleine trinkt und dabei kaum etwas Besonderes wahrnimmt. In einer bewusst gehaltenen Zeremonie erlebt sie das teilweise ganz anders. Mehrere Menschen kommen mit einer gemeinsamen Intention zusammen, und daraus entsteht ein gemeinsamer Raum.


Genau das kenne ich auch aus meinen Live-Tagen. Teilnehmerinnen erzählen mir immer wieder, dass sie zu Hause Mühe haben, gewisse Impulse wahrzunehmen, während in der Gruppe plötzlich ganz viel da ist. Nicht, weil du dich in der Gruppe verlieren sollst, sondern weil ein gemeinsamer Raum manchmal etwas in dir aktiviert, zu dem du alleine gerade weniger Zugang hast.


Muss ich jetzt eine Kakao-Zeremonie machen?


Natürlich nicht. 😂 Aber wenn beim Lesen gerade irgendwo dieses kleine „Hmmm … eigentlich würde mich das schon interessieren“ aufgetaucht ist, dann hör dir unbedingt die neue Podcastfolge mit Lena an.


Wir sprechen darin noch ausführlicher darüber, wie sie ihre Zeremonien gestaltet, wie sie selbst den Kakao erlebt und warum für sie das Nervensystem, das Herz und die bewusste Intention so eng miteinander verbunden sind.


Und falls du danach noch neugieriger bist: Unser Gespräch geht sogar noch weiter. 🦋 Ein zusätzlicher Teil des Interviews ist als Bonusmaterial rund um die ChakramoniaZine verfügbar.


Also: Kakao schnappen, Podcast einschalten und ganz ohne Zwang zur Erleuchtung einfach einmal neugierig zuhören. ☕️😄


 
 
 

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