ADHS bei Frauen & Hochsensibilität: Meine Geschichte und warum es meine Superpower ist
Ein Kopf, der gefühlt 1000 Dinge gleichzeitig denkt, Emotionen auf voller Lautstärke und ein Leben, das nicht immer schön brav nach Plan verläuft. Willkommen in meiner Welt!
Heute wird es persönlich. Und zwar so richtig. Denn ich möchte mit dir über etwas sprechen, das mich schon mein ganzes Leben begleitet, worüber ich aber erstaunlich lange nicht öffentlich gesprochen habe: mein ADHS und meine Hochsensibilität.
Ja, du hast richtig gelesen. Ich, die gefühlt seit einer halben Ewigkeit auf Instagram herumhüpft, Podcasts aufnimmt, Ausbildungen durchführt und ein Unternehmen führt, habe ADHS. Und zwar nicht erst seit gestern.
Warum ich dir das erst jetzt so ausführlich erzähle? Weil auch ich lange dachte, dass diese Information vielleicht mein Image verändern könnte. Dass die Menschen plötzlich anders über mich denken würden.
Verrückt, oder? Da erzähle ich meinen Kundinnen ständig, dass sie ihre Einzigartigkeit leben sollen, und dann verstecke ich selbst einen Teil davon.
Aber damit ist jetzt Schluss! Denn heute weiss ich: Mein ADHS ist nicht nur eine Herausforderung. Es ist auch ein Teil meiner Superpower. ⚡
Wenn du als Kind einfach nicht ins System passt
Meine Schulzeit? Sagen wir es mal so: Es gibt durchaus schönere Erinnerungen in meinem Leben. 😂
Ich war ein intelligentes Kind, hatte einen sehr hohen IQ und konnte viele Dinge unglaublich schnell verstehen. Gleichzeitig war ich emotional, sensibel, manchmal wild und ziemlich schnell überfordert von den ganzen Eindrücken um mich herum.
Damals wusste allerdings niemand so richtig, was mit mir los war. ADHS wurde vor allem mit den klassischen zappeligen Jungs in Verbindung gebracht. Mädchen, die innerlich tausend Gedanken gleichzeitig haben und deren Gefühle Achterbahn fahren, fielen weniger auf.
Und genau da lag mein Problem.
Ich war nicht unbedingt das Kind, das ständig vom Stuhl fiel. Bei mir spielte sich vieles im Inneren ab. Ich fühlte unglaublich viel, nahm die Stimmungen anderer Menschen wahr und brauchte immer wieder meine Ruhe.
Was für andere vielleicht ein ganz normaler Schultag war, konnte für mich eine riesige Herausforderung sein.
Dazu kamen Ausgrenzung und Mobbing. Und diese ständigen Fragen, weshalb ich nicht mehr Freundinnen hätte oder mich nicht häufiger mit anderen Kindern treffen würde.
Dabei war ich eigentlich gerne alleine! Ich hatte meine eigene Welt, meine Fantasie und aus meiner heutigen spirituellen Sicht schon damals eine starke Verbindung zur geistigen Welt.
Nur mein Umfeld fand offenbar, dass ein Kind möglichst viele Freundinnen haben sollte.
Tja. Wieder einmal hatte die Gesellschaft einen Plan für mich, von dem mein Nervensystem nichts wissen wollte. 😉
Hochintelligent und trotzdem Prüfungsangst? Ja, das geht!
Besonders spannend finde ich rückblickend, wie unterschiedlich meine Leistungen waren.
Bei einem Intelligenztest in der Primarschule konnte ich Aufgaben lösen, die eigentlich für viel ältere Menschen gedacht waren. Und weshalb? Weil ich alleine mit einer Frau in einem ruhigen Raum sass, mich wohlfühlte und keinen Druck hatte.
Sobald ich allerdings in einer Prüfungssituation mit vielen anderen Menschen war, sah die Sache plötzlich ganz anders aus.
Ich nahm die Nervosität der anderen wahr, liess mich ablenken und konnte teilweise nicht mehr auf mein Wissen zugreifen.
Einmal eine hervorragende Note, beim nächsten Mal eine deutlich schlechtere. Meine Mutter verstand die Welt nicht mehr. Und ich ehrlich gesagt auch nicht.
Heute kann ich diese Erfahrungen viel besser einordnen.
Denn Konzentration ist nicht einfach nur eine Frage von Intelligenz oder Disziplin. Bei ADHS können unter anderem die Umgebung, Reize, Stress und die jeweilige Situation eine grosse Rolle spielen.
Und genau deshalb ist es so wichtig, dass wir aufhören, alle Menschen über denselben Kamm zu scheren.
Vom Gymnasium zur Friseurin – und plötzlich ging es mir besser 💇♀️
Nach dem Gymnasium, das ich abgebrochen hatte, entschied ich mich für eine Friseurlehre.
Du kannst dir vermutlich vorstellen, wie begeistert mein Umfeld war.
«Aber du bist doch viel zu intelligent dafür!»
Ähm, hallo? Seit wann hat Kreativität etwas mit mangelnder Intelligenz zu tun?
Für mich war diese Ausbildung jedenfalls eine riesige Erleichterung. Endlich durfte ich kreativ sein, mich bewegen, mit meinen Händen arbeiten und etwas erschaffen.
Ich war nicht mehr stundenlang in einem Klassenzimmer eingesperrt, sondern konnte meine Energie anders einsetzen.
Und siehe da: Mir ging es besser!
Später holte ich sogar die Matura nach, begann ein Jurastudium und absolvierte schliesslich die pädagogische Hochschule.
Mein Lebenslauf ist also nicht unbedingt eine schnurgerade Autobahn. Eher eine kurvige Passstrasse mit ein paar spontanen Abzweigungen. 😂
Aber weisst du was? Heute würde ich keinen dieser Umwege missen wollen.
Denn jeder einzelne hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden.
Meine ADHS-Diagnose und die Sache mit den Medikamenten
Meine ADHS-Diagnose bekam ich erst als junge Erwachsene, während meiner Zweitweg-Matura.
Endlich hatte vieles einen Namen. Plötzlich konnte ich verstehen, weshalb ich in manchen Situationen unglaublich leistungsfähig war und in anderen kaum einen klaren Gedanken fassen konnte.
Während meines Jurastudiums nahm ich für ungefähr ein halbes Jahr ADHS-Medikamente.
Und ja, meine Konzentration verbesserte sich damals deutlich. Aber gleichzeitig bemerkte ich Veränderungen, die für mich persönlich nicht stimmten.
Ich hatte kaum noch Appetit, nahm stark ab und fühlte mich emotional irgendwie gedämpft. Meine Freunde sagten sogar, ich sei plötzlich so anders.
Ich funktionierte, aber ich fühlte mich nicht mehr wie ich selbst.
Deshalb entschied ich mich damals, die Medikamente nicht weiterzunehmen.
Das ist ausdrücklich meine persönliche Erfahrung. ADHS-Medikamente können für viele Menschen eine wertvolle Unterstützung sein, und ob sie sinnvoll sind, sollte immer individuell mit medizinischen Fachpersonen besprochen werden.
Für mich begann damit jedenfalls eine neue Suche: Wie kann ich mein Leben so gestalten, dass es zu meinem Gehirn und meinem Nervensystem passt?
Der Moment, in dem ich aufhörte, gegen mich zu kämpfen ✨
Nach meinem Fahrradunfall und meiner Nahtoderfahrung veränderte sich unglaublich viel in meinem Leben.
Ich beschäftigte mich intensiver mit Energiearbeit, absolvierte meine Heilerausbildung und begann, mich selbst und meine Bedürfnisse ganz anders wahrzunehmen.
Und plötzlich erkannte ich etwas Entscheidendes.
Ich musste gar nicht versuchen, wie alle anderen zu funktionieren.
Ich durfte herausfinden, was für MICH funktioniert!
Denn mein Gehirn ist schnell. Ich habe unglaublich viele Ideen, nehme viel wahr und kann Zusammenhänge erkennen, die andere vielleicht nicht sofort sehen.
Natürlich gibt es Tage, an denen mir alles zu viel wird. Tage, an denen ich mich verzettle, den Faden verliere oder am liebsten gleichzeitig zehn Projekte starten würde.
Aber es gibt eben auch diese andere Seite: meine Kreativität, meine Begeisterungsfähigkeit, meine Intuition und meine enorme Energie, wenn mich etwas wirklich begeistert.
Und heute darf beides da sein.
Die Herausforderungen und die Stärken.
Liebe Powerfrau, du musst nicht in jede Schublade passen! 🌶️
Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte wieder. Vielleicht hast du schon dein ganzes Leben das Gefühl, irgendwie anders zu sein.
Du bist schnell begeistert, hast tausend Ideen, fühlst intensiv und bist gleichzeitig manchmal völlig erschöpft von all den Eindrücken.
Und dann schaust du auf andere Menschen und fragst dich, weshalb bei ihnen scheinbar alles so einfach funktioniert.
Ich möchte dir etwas mitgeben: Du musst nicht das Leben einer anderen Frau kopieren.
Du darfst dein eigenes Leben gestalten.
Mit deinen Bedürfnissen, deinen Stärken und deinen ganz persönlichen Strategien.
ADHS bringt reale Herausforderungen mit sich, und nicht jede Schwierigkeit lässt sich einfach positiv umdeuten. Aber es bedeutet eben auch nicht, dass du dich auf deine Schwierigkeiten reduzieren musst.
Genau deshalb habe ich mein Powerfrauen-Päckli erschaffen.
In diesem neunwöchigen Programm beschäftigen wir uns damit, wie du deinen Alltag mit Hochsensibilität und ADHS besser auf deine Bedürfnisse abstimmen kannst. Wir schauen uns Strategien an, arbeiten mit Visualisierungen und gehen auf die Themen ein, die euch als Gruppe beschäftigen.
Mein Ziel? Weniger Chaos, mehr Flow und vor allem mehr Freude daran, du selbst zu sein!
Kostenlos dabei: Die Powerfrauen-Masterclass am 9. November 🎁
Bevor das Powerfrauen-Päckli am 25. November startet, lade ich dich zu meiner kostenlosen Powerfrauen-Masterclass ein.
Am Montag, 9. November 2026, um 19:30 Uhr beschäftigen wir uns mit drei typischen Herausforderungen hochsensibler Frauen mit ADHS und damit, wie du deine persönlichen Stärken bewusster nutzen kannst.
Es gibt praktische Tipps, Strategien, Visualisierungen und natürlich ganz viel Powerfrauen-Energie!
Den Zugang erhältst du über meinen kostenlosen Selbsttest zu Hochsensibilität, ADS und ADHS. Der Test dient deiner persönlichen Reflexion und ersetzt keine fachliche Diagnostik.
Und wenn du noch tiefer eintauchen möchtest, findest du hier alle Informationen zu meinem Powerfrauen-Päckli:
Und jetzt? Kopfhörer rein und los! 🎧
In meiner neuen Podcastfolge erzähle ich dir meine ganze Geschichte noch viel ausführlicher. Mit allen Umwegen, Erfahrungen und natürlich auch den typischen Abschweifungen meines ADHS-Gehirns.
Denn ganz ehrlich: Ein Podcast über ADHS, bei dem ich nicht mindestens einmal den Faden verliere, wäre doch irgendwie verdächtig. 😂
Ich freue mich, wenn du reinhörst und mir anschliessend erzählst, ob du dich in meiner Geschichte wiedererkannt hast.
Und denk daran: Du musst nicht perfekt funktionieren, um ein wundervolles Leben zu führen. Du darfst deinen eigenen Weg gehen.
Ich wünsche dir eine chakramonische Zeit! 💛
Deine Kate






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