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Sprache, Energie & Chakren: Warum du in jeder Sprache anders bist

  • vor 13 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Ist dir das auch schon einmal aufgefallen?


Du sprichst plötzlich Englisch und schwupps – irgendwie bist du ein bisschen mutiger. Ein bisschen frecher. Vielleicht sogar ein bisschen cooler.


Oder du sprichst Französisch und plötzlich hältst du dein Glas eleganter, bewegst dich weicher, fühlst dich ein bisschen mehr nach Paris, Café, rotem Lippenstift und „ach, ich bin heute einfach mal geheimnisvoll“.


Oder du sprichst Hochdeutsch und merkst: Jetzt werde ich irgendwie strukturierter. Klarer. Vielleicht auch ein bisschen formeller.


Und dann kommst du zurück in deinen Dialekt, in deine Herzenssprache, und plötzlich plapperst du los, lachst mehr, springst gedanklich von A nach Z, landest kurz bei F, machst einen Abstecher zu M und findest irgendwann wieder zurück zum ursprünglichen Punkt.


Also zumindest bei mir ist das so. 😄


Und genau darum geht es heute: Sprache verändert deine Energie.


Nicht nur, weil du andere Wörter benutzt. Sondern weil jede Sprache ihren eigenen Klang, ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene Frequenz und irgendwie auch ihre eigene Persönlichkeit hat.


Sprache ist wie ein Kleidungsstück für deine Seele


Ich habe früher Sprachen studiert und war Sprachlehrerin. Deutsch, Französisch und Englisch gehörten zu meinem Alltag. Dazu kamen Sprachaufenthalte, Prüfungen, Sprachlabore, Aussprachetraining und ganz viele Situationen, in denen ich gemerkt habe: Ich bin nicht in jeder Sprache gleich.


Es war ein bisschen so, als würde ich mit jeder Sprache in ein anderes Kleid schlüpfen.


Schweizerdeutsch ist für mich mein Herzenskleid. Bequem, echt, ein bisschen frech, locker und nah. Wenn ich Schweizerdeutsch spreche, fühle ich mich oft lustiger, spontaner und irgendwie „mehr ich“. Es ist die Sprache, in der ich nicht gross überlegen muss. Sie fliesst einfach aus mir heraus.


Hochdeutsch hingegen fühlt sich bei mir anders an. Nicht schlecht – überhaupt nicht. Ich liebe Sprache und ich spreche sehr gerne Hochdeutsch. Aber Hochdeutsch bringt bei mir eine andere Energie nach vorne. Ich bin fokussierter, strukturierter, weniger im wilden Gedankeninsel-Hopping unterwegs. Das ist natürlich superpraktisch für Podcastfolgen, Ausbildungen, Bücher und alles, wo Wissen weitergegeben wird.


Darum ist Chakramonia auch auf Hochdeutsch entstanden. Weil Chakramonia nicht nur ein Herzensprojekt ist, sondern auch eine Schule. Ein Raum, in dem Wissen, Erfahrung, Theorie und Energie zusammenkommen. Und natürlich auch, weil so die ganze DACH-Region mitreisen kann – Schweiz, Deutschland und Österreich.


Trotzdem bleibt Schweizerdeutsch für mich diese Sprache, bei der mein Herz sofort sagt: Ahhh, da bin ich zuhause.


Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch?


Gerade in der Schweiz ist das Thema ja immer wieder spannend.


Soll ich auf Instagram Schweizerdeutsch sprechen oder Hochdeutsch? Soll der Podcast auf Schweizerdeutsch sein? Verstehen mich dann alle noch? Bin ich authentischer, wenn ich Dialekt spreche? Oder professioneller, wenn ich Hochdeutsch spreche?


Ich kenne diese Fragen so gut. Auch von Klientinnen und Mentees. Und meine Antwort ist meistens: Wo fühlst du dich wohl?


Denn es geht nicht nur darum, was strategisch „richtig“ ist. Es geht auch darum, in welcher Sprache dein Kehlchakra aufatmet.


Ich erlebe es in meinen Chakramonia- und Auramonia-Klassen immer wieder. Wenn vor Ort nur Schweizerinnen sitzen und ich sage: „Heute können wir Schweizerdeutsch sprechen“, geht manchmal richtig ein erleichtertes Raunen durch den Raum. So ein innerliches: Uff, Gott sei Dank.


Weil viele von uns Schweizerinnen aus der Schule noch dieses Gefühl kennen: Hochdeutsch sprechen ist Prüfung. Hochdeutsch sprechen bedeutet, dass jemand zuhört, korrigiert oder innerlich bewertet. Habe ich einen Akzent? Klingt das komisch? Spreche ich richtig?


Und zack – schon ist das Kehlchakra nicht mehr frei, sondern ein bisschen angespannt.


Spannend ist auch: Wenn dieselbe Person Schweizerdeutsch spricht, erzählt sie oft viel lebendiger, freier und näher. Sobald sie in der Gruppe Hochdeutsch sprechen soll, wird sie leiser, vorsichtiger, zurückhaltender.


Das zeigt so schön: Sprache wirkt nicht nur im Kopf. Sie wirkt im ganzen Energiesystem.


Dein Kehlchakra hört mit


Dein Kehlchakra ist das Energiezentrum für Ausdruck, Stimme, Wahrheit und Kommunikation. Und natürlich wird es aktiviert, sobald du sprichst.


Aber nicht jede Sprache nutzt deinen Mund, deine Zunge, deine Stimmbänder und deine Muskulatur gleich. Manche Sprachen sind weicher. Manche abgehackter. Manche fliessender. Manche schneller. Manche verlangen Laute, die du fast akrobatisch üben musst.


Ich erinnere mich noch gut an meine Sprachaufenthalte in Französisch. Da gab es Sprachlabor, Kopfhörer, Aufnahmen und ganz viele Übungen für Nasallaute. Ich musste Dinge trainieren, bei denen mein Mund dachte: Entschuldigung, was genau soll ich hier machen?


Und genau das ist spannend. Eine Sprache fordert dich körperlich anders. Sie bewegt dein Kehlchakra anders. Sie bringt andere Themen hoch.


Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich nach einer ganzen Woche Videodreh für die Chakramonia-Ausbildung richtig Muskelkater im Gesicht und am Hals hatte, weil ich so viel Hochdeutsch gesprochen hatte. Mein Kehlchakra war danach nicht nur ein bisschen wach – es war eher so: Kate, ich brauche Ingwer, Ruhe und eine Pause. 😄


Jede Sprache trägt eine eigene Energie


Wenn du einmal ganz bewusst hinhörst, merkst du es sofort.


Schweizerdeutsch klingt anders als Hochdeutsch. Hochdeutsch ist melodischer, runder, für mich auch etwas langsamer. Schweizerdeutsch ist schneller, abgehackter, direkter, dafür aber auch unglaublich lebendig und nah.


Französisch hat wieder eine ganz andere Energie. Für mich war Französisch immer eleganter, etwas distanzierter, ein bisschen unnahbarer. Ich habe mich in meinen französischen Sprachaufenthalten anders gekleidet, anders bewegt, sogar anders getrunken und anders geraucht, als ich damals noch geraucht habe. Plötzlich war da ein Hauch von Paris in meinem Verhalten.


In Irland wiederum war ich frecher, wilder, unternehmungslustiger. Jeans, Musik, Pub, Tanzen bis spät in die Nacht – die Sprache, das Land, die Menschen, die Musik, alles hatte eine andere Frequenz.


Und Italien? Dolce Vita natürlich. Kaffee, Lebensfreude, Genuss, Sonne, Leichtigkeit.


Natürlich könnte man sagen: Ja klar, das liegt an den Menschen, am Ort, an den Ferien. Und ja, das gehört sicher dazu. Aber ich glaube, es ist noch mehr.


Jede Sprache trägt eine eigene Energie. Und jedes Land trägt ebenfalls seine eigene Energie.


Die einen nennen es Mentalität. Ich nenne es gerne kollektives Bewusstsein.


Warum du dich an manchen Orten anders fühlst


Vielleicht kennst du das auch: Du bist in einem bestimmten Land und fühlst dich plötzlich ganz anders.


Mehr du. Weniger du. Freier. Schöner. Mutiger. Schwerer. Müder. Inspirierter. Sicherer. Oder plötzlich voller Zweifel.


Das kann daran liegen, dass du dich mit dem kollektiven Bewusstsein dieses Landes verbindest. Jedes Land hat Themen, Stärken, Prägungen und Energien, die spürbar sind. Und je nachdem, wie dein eigenes Chakrasystem gerade schwingt, kann ein Ort dich stärken oder triggern.


Vielleicht fühlst du dich in Portugal plötzlich frei und leicht. In der Schweiz aber eher sicherheitsliebend und kontrolliert. Oder umgekehrt. Vielleicht liebt dein Partner einen Ort, an dem du dich überhaupt nicht wohlfühlst. Das heisst nicht, dass mit einem von euch etwas nicht stimmt. Es kann einfach sein, dass dieser Ort eure Chakren unterschiedlich anspricht.


Und genau darum ist Reisen so spannend. Du lernst nicht nur neue Länder kennen. Du lernst dich selbst in neuen Energien kennen.


Was ist deine Herzenssprache?


Eine wunderschöne Reflexionsfrage ist:


Welche Sprache fühlt sich für dich nach Herz an?


Das muss nicht zwingend deine Muttersprache sein. Es kann ein Dialekt sein, eine Sprache aus deiner Kindheit, eine Sprache, die du erst später gelernt hast, oder sogar eine Sprache, die du gar nicht richtig sprichst, zu der du dich aber stark hingezogen fühlst.


Vielleicht spürst du Englisch im Solarplexus, weil es dich mutiger macht. Französisch im Sakralchakra, weil es deine Sinnlichkeit aktiviert. Schweizerdeutsch im Herzen, weil du dich darin zuhause fühlst. Oder Italienisch im ganzen Körper, weil du sofort Lust auf Sonne, Pasta und Leben bekommst.


Du kannst das ganz spielerisch erforschen.


Setz dich einmal hin und schreibe alle Sprachen auf, die in deinem Leben eine Rolle spielen. Auch Dialekte. Auch Sprachen, die du nur ein bisschen kannst. Dann spüre in deinen Körper: Wo nehme ich diese Sprache wahr? Was macht sie mit mir? Welche Seite von mir kommt dadurch nach vorne?


Das muss nicht schwer und tiefgründig sein. Es darf auch einfach lustig sein.


Vielleicht merkst du: Auf Englisch bin ich die Party-Version von mir. Auf Französisch die elegante Version. Auf Hochdeutsch die Lehrerin. Auf Schweizerdeutsch die echte, freche, herzige Kate-Version.


Sprache als Übersetzung der Seele


Für mich ist Sprache bis heute Magie.


Ich liebe Redewendungen. Ich liebe Wortherkunft. Ich liebe es, wenn man merkt, dass ein Wort nicht einfach nur ein Wort ist, sondern Geschichte, Klang und Energie in sich trägt.


Und eigentlich ist auch meine heutige Arbeit Sprache. Ich übersetze die Sprache des Universums. Die Sprache deiner Seele. Die Botschaften deiner Chakren. Das, was da ist, aber nicht immer sofort in Worte gefasst werden kann.


Vielleicht ist genau das die schönste Einladung dieser Folge:


Hör dir selbst einmal zu.


Wie klingst du, wenn du dich sicher fühlst?


Wie sprichst du, wenn dein Kehlchakra frei ist?


Welche Sprache bringt dich zum Leuchten?


Und welche Sprache macht dich kleiner, angespannter oder vorsichtiger?


Jetzt im Sommer ist die perfekte Zeit dafür. Wir reisen, hören andere Sprachen, sprechen vielleicht mehr Englisch, Französisch, Italienisch oder einfach mal wieder unseren Dialekt mit voller Freude.


Achte dich darauf. Nicht streng, nicht analytisch, sondern neugierig.


Denn jede Sprache zeigt dir eine andere Facette von dir.


Und vielleicht entdeckst du dabei eine Version von dir, die schon lange darauf wartet, endlich wieder zu Wort zu kommen. 🦋

 
 
 

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